• Sascha @ YOLO andersWO

Easy Rider und der Fluch des Schafkopfs - Terelj, Mongolei

Aktualisiert: Mai 14

Unserer Tour aus der Gobi führt auch in den Terelj Nationalpark - wieder einmal quer durch die gesamte Mongolei in den Norden von Ulan Bator. Anna und Charly verabschieden sich – sie fliegen gemeinsam nach Seoul. Barbara, Luca und ich verbringen noch eine gemeinsame Nacht im Terelj Nationalpark. Als wir am Abend ankommen empfängt uns eine Landschaft mit weichen grünen Hügeln und Wiesen, die in einen atemberaubenden Sonnenuntergang getaucht wird. Hinter uns grasende Pferde und vor uns spielen die Kids der Nomadenfamilie mit den Lämmern.

Gemeinsam beziehen wir ein Ger. Und was für ein Ger! Zum Schluss gibt es noch mal Luxus. Wir checken in das Ger im kasachischen Stil ein, dass voll mit Teppichen und Ornamenten ausgeschmückt ist. Es erinnert an Tausend und eine Nacht und ich denke mir….das wäre jetzt als Honeymooner – wie Luca und Barbara - super romantisch!.


...zu zweit.


Aber ich bin ja noch da….Nix mit Romantik. Sorry. Ich überlege noch, ob ich draußen schlafen soll, um den beiden etwas Zweisamkeit zu gönnen. Das schminke ich mir aber recht schnell ab, als die Sonne weg ist und die eisige Kälte in unsere Glieder fährt. Sorry, Luca und Barbara.





Dafür gesellen sich am Abend die Kinder der Familie zu uns und geben Ihrem Spieltrieb freien Lauf. Einer der Kids interessiert sich dabei auch brennend für den schwarzen Kasten (meine Gitarre), den ich mit hab, nachdem Luca und Barbara schon Ihre Videos vorgeführt haben.





Am nächsten Tag verabschieden wir uns alle mit einer Umarmung und versprechen in Kontakt zu bleiben. Insbesondere …solche geilen Freunde in der TOSKANA zu haben und zweitens hat Luca einen guten Freund in Nepal, der dort ein Hotel besitzt. Ich soll mich bei Ihm melden, wenn ich da bin. Das mache ich!


Danke Ihr Beiden und ich wünsche euch nur das ALLER ALLER Beste und genauso viel Liebe und Freude für euch, wie Ihr eurer Umwelt schenkt. Zumindest habt ihr das mir. Ich hoffe das bringt der GoogleÜbersetzer jetzt richtig rüber Luca, wenn du den Blog liest ;-).


…Da bin ich wieder allein. Im Gercamp. Ich habe nach der Gobi noch eine mehrtägige Reittour organisiert. Ein paar Tage Abseits der Pfade. Nur für mich….mit Pferd unter mir und die Landschaft im Blick. Echtes mongolisches Reiterfeeling eben. Die Tourbeauftragte im Hostel hatte mir dann empfohlen ganz im Hinterland des Terelj Parks zu reiten. Dort leihen sie mir drei Pferde (Guide, Gepäck und ich) von den Nomaden und einen Guide. «Im Hinterland des Terelj Parks ist kein Schwein«, meint sie. Es ist wunderschön da, aber es ist keiner da. Die sind alle im vorderen Teil des Terelj.


Das ist es!


Am Nachmittag sattelt Sukha (mein Begleiter) zwei Pferde. Jap…zwei Pferde. Meine Gitarre und meinen Rucksack habe ich abgegeben..oder ungeplant abgeben müssen. Keine Pferde da. Das Gepäck wird ins Hostel gebracht....hoffentlich. Da is alles drin, was ich hab!


Ich kann nur meinen kleinen Tagesrucksack auf meinem Rücken mitnehmen…war anders geplant…aber ….naja…frische Wäsche wäre eh sinnfrei, da ich ungeduscht bin und auch keine frische Wäsche mehr vorhanden ist, seit 4 Tagen. Von daher sind die Essentials im Rucksack …Kamera, Waschzeug, Wasser und Regenjacke. Das muss reichen.

Als ich das erste Mal aufsteige spüre ich das Temperament des kurzhaarigen Wallachs unter mir. Die Pferde in der Mongolei sind etwas anderes als in Deutschland. Da spüre ich die Wildnis und vor allem den Eigensinn. Sie streifen ohne Zäune umher, obwohl sie den Familien gehören und behalten wohl so ihr Gemüt, denke ich.


Ich habe zwar mal als Kind eine Zeit lang Reitschule gehabt….aber das is eben laaaaangg her. Trotzdem liebe ich Pferde. Für die Mongolen sind die Pferde aber eben Nutztiere, so dass Sie mir auch immer davon abraten die Pferde zu streicheln. Die Pferde sind meist eh nicht so zutraulich, sondern ihr Fluchtinstinkt ist hier noch ausgeprägt. Aufgestiegen wird in der Mongolei übrigens immer von links. Die Pferde sind einfach daran gewöhnt. Mein Sattel ist eher nicht für meinen breiten europäischen Hintern ausgelegt, aber das ist mir egal. Ich bin wieder REITEN! IN DER MONGOLEI.


Sukha , mein Begleiter, spricht nur mongolisch und ist ein einfacher Schafhirte, wie ich später erfahre. Er hat etwas ruppiges an sich und ist recht ruhig. Für die Pferde hier ist eine etwa deutlichere Gangart notwendig. Das merke ich, als mein stolzer Wegbegleiter unter mir mich gleich mal testet und gerne mal eine andere Richtung einschlägt als denn vorgesehen. Ein kleiner Zügelzug reicht da nicht. Es muss schon klar sein, wer der Chef im Sattel ist. Und nach etwa einer Stunde, ist das Verhältnis zwischen meinem hübschen braunen Wallach und mir auch geklärt und ich fühle mich wie Dschingis Khan selbst, dessen riesige Reiterstatue wir in diesem Moment auch passieren. Zügel in der Rechten, Führseil in der Linken, was gelegentlich auch als Gerte dient. Immer wieder treiben wir die Pferde mit dem Zauberwort hierfür in der Mongolei an. «Chu«, ist das einzige Wort was die Steppe von uns hört und was generell inflationär eingesetzt werden muss, um das gewollte Tempo klar zu machen.


Das Temperament des Pferdes spüre ich dann aber wieder bei unserer ersten Pause als ich eine alte Grundregel beim Reiten vergesse, dass man nicht direkt hinter einem Pferd entlang geht. Dann kann es nämlich sein, dass es einfach mal ausschlägt. Was mein Wallach auch prompt antäuscht, sein Ziel – mich - aber knapp verfehlt. Das hätte schmerzhaft werden können. Aua.


Als Sukha merkt, dass ich mittlerweile der Chef im Ring zwischen Pferd und mir bin, weicht sein ruppiger Gesichtsausdruck einem weichen lächeln und er schlägt gestikulierend vor, dass wir doch in den Galopp gehen könnten und zeigt auf die weite Steppe vor uns. Was wir dann auch tun! »Chu! Chu! Chu!« WAS FÜR EIN GEFÜHL. Pferdeschnaufen unter mir, kein Gepäck, die Sonne im Nacken und die Weite vor mir.

Alle paar Stunden legen wir Pausen ein. Während die Pferde in Flüssen trinken oder fressen, legen wir uns schlafend und wortlos daneben ins Gras. Cowboy Feeling.






Am Abend kommen wir bei einer Nomadenfamilie an und nach einiger Zeit verstehe ich auch, dass wir heute Nacht hier bleiben. Die Familie empfängt mich freundlich mit Milch und Gebäck, die ich etwas erschöpft gerne annehme. Die kleinen Kinder der Familie – zwei Jungs und ein zuckersüßes Mädchen – kommen auf mich gestürmt und spannen mich zum Spielen ein. Wir spielen Verstecken und Erschrecken.



Der größte der Brüder holt nach einer Weile die Karten raus und spielt los. Na mal schauen, ob ich das kapiere. Die beiden anderen Kinder setzten sich im Schneidersitz mit auf den Boden des Gers in dem wir sind. Nach ein paar Partien hab ich begriffen um was es geht und prompt hat der Kleine keine Chance mehr, nachdem er mich drei Mal mit freudestrahlenden Siegestänzen abgezockt hat. Meinen Siegestanz findet er aber irgendwie nich so lustig und wir einigen uns wieder darauf Erschrecken spielen.


Zwischendurch ruft die Mutter der Familie und die kleinste der Mäuse rennt hinaus. Als ich aus dem Ger trete, sehe ich wie die kleine (die vielleicht vier/fünf ist) die massigen Bullen und Kühe der Familie, die ein wenig abseits gelaufen sind, zurück zum Ger zu treibt. Wild gestikulierend und die Arme weit ausgebereitet, um Ihren zierlichen Körper etwas Größer vor den massigen Bullen zu machen. Es funktioniert. Ich wäre wohl kläglich beim ersten tiefen räuspern der Bullen gescheitert. Freudestrahlend, als wenn nix war, kommt sie wieder zurück und will weiter erschrecken spielen. Okay…jetzt hab ich n bisschen mehr Respekt vor der Kleinen.




Draußen sehe ich, wie die beiden erwachsenen Männer der Familie ein Schaf an allen Vieren auf den Rücken drehen und einer der Männer mit einem kleinen Messer einen Schnitt in den Bauch macht, sofort die Hand bis zum Anschlag hineinsteckt und kurz darauf das Schaf keinen Mucks mehr von sich gibt. Die Mongolische Schlachtmethode ist ohne Blutvergießen. Die Hirten brechen das Rückgrad…von innen. Keine Blutlaache…keine Verschwendung. Das habe ich so auch noch nicht gesehen. Erstaunlich.


Das Tier wird ausgenommen und als erstes gibt es Innereien. Die Leber wird auf dem Ofen der in der Mitte des Familiengers steht etwas erhitzt und dann in einer Schüssel für alle feil geboten. Sukha schneidet mir ein paar Stücke ab. Frischer geht’s nich. Auch wenn ich im Gleichen Moment immer an meine im Rucksack befindlichen Immodium denke und ob ich diese denn heute noch brauchen werde.






Ein Gastger hat die Familie nicht. Also bietet die Familie mir an, dass ich im zweiten Ger der Familie schlafen solle, das als eine Art Geräteschuppen dient. Die Familie richtet mir einen Teppich auf den Boden ein und legt einen Schlafsack darüber. Mein Nachtlager für heute.





Ach so…hätte ich fast vergessen….das Ger dient auch als eine Art Vorratskammer in der der gerade frisch abgetrennte Schafskopf des eben noch zuckenden Schafs aufgebahrt ist. Neben meinem Bett. Das ist auch übrigens für Niemanden hier eine Notiz oder der Rede wert. Normal eben. Okay….du wolltest ja Abenteuer. Ein wenig wie im schlechten Horrorfilm. Hoffentlich holt mich nicht der Fluch des Schafskopfs!


Leider doch….in der Nacht beginnt es zu stürmen und gewittern. Es ist kalt. Die Gers wackeln heftig und ich kann kaum schlafen. Der Boden ist offen. Gegen zwei Uhr Nachts im Gewitter wache ich auf. Hinter mir schnauft etwas am Ger. Ganz nah. Etwas Großes! Okay…du bist ja im Ger. Dann beginnt das Ger zu wackeln. Das schnaufende Tier lehnt sich gegen das Ger und zwei Deckenstreben von der Decke des Gers fallen herunter.

WAS IST DAASS?!?! Schrecke ich, jetzt doch MINIMAL beunruhigt auf. Ich suche meine Stirnlampe die ich irgendwo neben mich gelegt habe. Licht gibt es in dem Ger nicht. Endlich gefunden….ich knipse sie an und sehe den blutenden Schafskopf vor mir…mit seinen geöffneten Augen. Es regnet ins Ger. Es blitzt. Es stürmt. Und draußen will irgendetwas ins herein. Ich flüchte mich in die Mitte des Gers und richte die Stirnlampe auf die Wände. Es schnauft und knarzt. Der Sturm macht es aber unmöglich hier richtig etwas zu hören. Das Schnaufen bewegt sich. Kreisrund entlang den Grenzen des Gers und stoppt. An der Tür. Lautes Schnaufen. Wieder lehnt es sich gegen das Ger. Das Licht meiner Stirnlampe geht über den Schafkopf zur Tür und hat nur diese im Kreisrunden Ausschnitt. Ein kurzer Blitz des Sturms erhellt das Zelt. Ich fühle mich jetz wirklich wie in Blairwitchprojekt.





Atme nicht.Höre.


Nach einer Weile in Adrenalingedrängter Hab-Acht-Stellung, beschließe ich einen Blick durch den Spalt unter dem Ger nach draußen zu riskieren. Im Horrorfilm ist das immer der Moment, wenn das vermeintliche Opfer des Films durch den Spalt unter der Tür linst, um zu schauen, ob der Mörder weg ist und ihm dann nach kurzer Sicherheit DAS GROßE KÜCHENMESSER unter der Tür entgegenschnellt und erst kurz vorm Augapfel zum Stehen kommt. So fühl ich mich grad.


Okay….langssaaaaammm……Ohr auf den Boden. Ein Auge geöffnet, Licht nach draußen unter den Spalt. Dunkelheit. Dann …..Schnaufen….und….ein Huf und eine Schnauze mit Nasenring. DAS IST EIN BULLE der Familie! Boaaaaaaaahhhhhhhhh! Maaaaaannnn!!!!!Die Bullen wollen sich vorm Regen schützen und schmiegen sich an das Ger. Oh Mann! Was für Sch......ß! Ich lege mich gegen vier wieder schlafen als das Adrenalin meinen Körper verlässt und auch die Bullen nicht mehr all zu heftig das Ger beschmusen.


Als es hell wird wache ich auf. kurz vor 6 Uhr. Direkt neben mir sitzt eine Gestalt und schaut mich an. Ich schrecke hoch. Es ist Sukha. Er will mir sagen, dass er wo anders hin reitet und er dann in zwei Stunden wieder zurückkommt. Also…er zeigt es mir auf dem Ziffernblatt meiner Uhr. Oh Mann… bin ich Müde.


Merke: Mongolen klopfen nicht an. NIE! Sie kommen einfach rein. Auch in Gastgers. Ist auch nicht verwunderlich, wenn die Toiletten ja eh offen sind (siehe vorheriger Blog). Dann stört das auch nicht mehr.


Naja….Ich kann eh nicht mehr schlafen und widme mich meiner Morgepflege. Aber der Fluch des Schafskopfs wird mich nicht loslassen. Es regnet immer noch. Heftig. Um 8 Uhr satteln wir die Pferde und reiten los. Es stürmt und regnet und ich bin Müde. Ich merke auch, dass wir irgendwie nicht ganz richtig im Terelj Park sind. Als ich Internet habe, rufe ich im Hostel an. Die dann mit Sukha sprechen. Anscheinend hat Sukha eine andere Route gewählt. Ihm hat keiner was von meiner Route erzählt. Wie sollte ich auch?!? Wir kommen nicht mehr in den Terelj Park zurück und der Regen macht uns im Gelände zu schaffen. Flüsse werden reißend und der Schlamm immer mehr, so dass wir beschließen am Abend abzubrechen. Schon Schade.


Ich brauche jetzt ein Hotel und eine Dusche nach 10 Tagen! Im Hotel am Nächsten Tag dusche ich mich erstmal ne gute halbe Stunde. «Booooooaaaaaah. Das tat gut.« Und ich hab nach 10 Tagen fehlender Rasur auch wieder Haare auf dem Kopf die erstmal fachmännisch entfernt werden. Woahhh…..sauber! Tolles Gefühl. Ich lasse mich auf das saubere weiße und weiche Bett des Hotels fallen und checke nach Tagen die einschlägigen Social Media Kanäle auf Nachrichten.



Genau da, als ich whatsapp anschalte…..Da ploppt ein Nachricht in einer Whatsapp Gruppe hoch. Ich schaue und 5 Sekunden später wird sie wieder gelöscht. Meine Ex hat nen Neuen. OH….da hat sich ne Freundin in der Gruppe wohl vertan, die mir auch prompt schreibt. Da is er wieder der Fluch des Schafskopfs. Is mir gefolgt bis ins Hotel.

Mmhh….okay. Eigentlich ist das alles hinter mir. War schwer und ist schon vorbei und geklärt. Ich folge meinem Traum und Irgendwie trifft es mich trotzdem…. irgendwie. Es war nicht das Richtige und so weiter, das ist mir wohl bewusst. Aber trotzdem. Irgendwie komisch. Warum? Naja, ich merke, dass es etwas anderes ist, wenn man allein irgendwo in der Mongolei sitzt und die Freunde, mit denen man jetzt ein Kölsch trinken gehen würde, nicht da sind. Und dann fühlt man sich allein im Hotelzimmer. Gerade sollte man da auch die Zeitumstellung von 6 Stunden vergessen, die die Kommunikation nach Hause nicht einfacher macht. Bis 18-19 Uhr sind alle auf Arbeit...da is bei mir um 12 Nachts oder 1 Uhr.


Aber es ist eben nicht die Verflossene die dieses Gefühl auslöst, sondern die Frage, ob man sich auf dem Richtigen Weg befindet. Und wenn, das der Auslöser ist, um darüber nachzudenken, dann ist das wohl gut so.


Und dann merke ich, dass es gar kein Fluch des Schafskopfes ist. Sondern wieder so ein blöder bescheuerte auf Umwegen dargestellter Segen des Schafskopfes, der mich zwingt die Pferdetour mit Regen und Müdigkeit abzubrechen, um im Hotel zu sein. Wieder frisch und entspannt, Mental gefasst und nicht ausgelaugt …..und mit Internet um meine Freunde anzurufen. Meine so wichtigen Freunde, Familie und Menschen um mich herum, die einen bei all den Träumen und Wünschen unterstützen, die einem wirklich wichtig sind. Auch wenn die Träume und Herzenswünsche und Bedürfnisse bescheuert, abwegig, dämlich oder schräg sind. Sie sind da. Die ganze Zeit. Schreiben, Rufen an und wir freuen uns gemeinsam über nen neuen Blog. Vielen Dank dafür!


Gerade das merke ich auf Weltreise. Ohne die Unterstützung von zu Hause geht es nicht. Und deshalb schreibe ich das hier auch. Weil es zu meiner Erfahrung auf Weltreise gehört.


Und wenn ich dann über den richtigen Weg nachdenke, so wird mir klar, dass es den einen Weg gar nicht gibt. Es gibt keine Linie. Linien werden immer im Nachhinein gezogen, wenn einem klar ist, wo die Punkte lagen. Und Punkte sind Momente die wir haben. Wir denken immer wir könnten die Zukunft planen.


Können wir nicht.


Man kann etwas wollen und in vielen Momenten zu anderen großen Momenten kommen, aber die Linie sieht man erst später. Es kommt immer anders…..und zweitens als man denkt. Als ich vor etwas mehr als 11 Jahren noch in meinem schönen kleinen Dorf in Sachsen saß und mir nicht ganz klar war, was ich jetz mit abgebrochenem Studium nach 7 Semestern so anfangen soll, da hätte ich sicher meine Linie über Jena, Nürnberg, Mannheim, Köln, als Manager in Großunternehmen, internationalen Aufträgen, Wirtschaftspsychologie, tollen Beziehungen, tollen Urlauben, den tollsten Freunden und der Liebe zur Großstadt - zu Köln (ich wollte nie in ne Großstadt) und jetzt auf Weltreise im Café in der Fremde an meinem Blog schreibend (nachdem meine Deutsch Abi Note eine Glatte 4 war – okay….die Rechtschreibung…aber ich habe ja auch nich ewig Zeit um zu schreiben :-) )….sicher nicht gesehen.


Weil es alles tolle Momente für sich waren. Die immer wieder mit dem schwierigen Moment des Wachstums zusammenfallen. Ich fand hier immer folgendes Zitat ganz passend:

»Wachstum ist manchmal schmerzhaft. Veränderung ist schmerzhaft. Aber nichts ist so schmerzhaft als dort stecken zu bleiben, WO DU NICHT HINGEHÖRST« Mandy Hale.

Und so wachse ich auch hier wieder ungemein. Dank der Menschen um mich. Auch wenn einige davon ganz weit weg sind und ich sie nur auf Reise ein zwei Tage treffe. Habt ganz vielen Dank Ihr Lieben für eure Unterstützung...insbesondere an die Telefonjoker. Und danke Anna für die tollen Songs insbesondere bei "R.I.P unplugged von Rita Ora" (siehe auch Spotifyplaylist) bekomme ich immer noch Gänsehaut. Danke dir.



Für mich ist es damit Zeit weiter zu ziehen nach diesen tollen, aufregenden, prägenden und tiefschürfenden Momenten in der Mongolei. Wunderschön, rau und ganz auf die Essentials zurückbesinnend, so war die Mongolei für mich...außen wie innen.

Auf nach China! Ins Land des Lächelns. Das passt doch eh ganz zu mir, oder?


Und dann merke ich wieder, jetzt wo ich den Blog schreibe...ein paar Tage später.....wie dieses Spiel läuft...man muss eben auch mal unten sein, um wieder ganz hoch zu kommen. Dann bringt mir die Weltreise auch so richtig was. Weil ich mich selber weiterentwickle. Manchmal auch ganz schnell wieder steil bergauf....Denn meine Zukunft, was ich damals etwas geknickt in Ulan Bator noch nicht sehen konnte, sieht so aus.




Genau da wo ICH JETZT GERADE HINGEHÖRE. Ins Abenteuer, folge meinen Träumen und bin der Mensch der ich sein wollte. Stell dir vor du könntest alles tun? Was würdest du machen? Habe ich mich immer wieder gefragt. Genau das!


Das Land des Lächelns steht mir gut, finde ich und ich denke an die Worte von Sören Kierkegaard, die ich schon zu Beginn meiner Weltreise in Köln immer wieder gelesen habe


«Verstehen kann man das Leben oft nur rückwärts, doch leben muss man es vorwärts!« So do I.
106 Ansichten

Hinterlasse mir deinen Kommentar! :-)

(keine Angst - Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht)

Die besten Blogs!...

Hast du eine Frage?

Schreib mich an!

  • YouTube
  • Instagram