• Sascha @ YOLO andersWO

In 39000 Schritten...St. Petersburg

Aktualisiert: 10. Juli 2019

...durch St. Petersburg. Entsprechend war mein Pensum heute 31 Km. Okay....dann brauch ich auch erstmal keinen Sport machen. Es gibt einfach viel zu sehen.

Nachdem die Nacht eher mittelmäßig okay war, wache um 7 Uhr auf und stelle fest, dass die Mädels alle noch am pennen sind. Die sind zwei Stunden vor mir ins Bett! Also wieder ganz leise die Klamotten rausgesucht....OH, fast von der Leiter gefallen. Trotzdem knalle ich doch etwas zu hart auf den Boden....das war wuchtig.....ich hatte doch abgenommen?.......okay jetz sind vielleicht doch alle wach...auch gut....vor allem für mich. Ab ins Bad...das mir noch allein gehört. Als ich jedoch wieder heraus komme, stehe ich vor einer wand 15-18 jähriger Mädels die sich vor dem grossen Querspiegel im Flur des Hostels in Reih und Glied die Haare föhnen, schminken und alles zurecht rücken, was zurecht gerückt werden muss. War gerade noch die wunderbare Stille eines einsamen Morgens bin ich jetzt in der Umkleidekabine von Karl Lagerfeld. Vor allem Föhnen? Da war doch vorher gar nix nass? Naja, auch nicht mein Problem. Ich will die Stadt erkunden nachdem ich gestern dann doch recht platt war. Rucksack gepackt und los.

Ersteinmal Stadtrundgang. Die Stadt hat Flair und ist entspannt. Ich wohne ganz in der Nähe der Neva und der Eremitage. Alles ist super zu erreichen. Generell ist St. Petersburg für mich eine Mischung aus Paris, Rom und Venedig. Immer punktuell sieht man entsprechende Elemente. Es gibt schöne Kanäle ich goldene Dächer, hupende Russen in ihren Porsches oder auch wahlweise Ladys. Und natürlich die beeindruckende Damenwelt...und zwar mit unglaublich viel Stil und Feingefühl für das was echte Klasse im Klediungstil ausmacht ...nie zuwenig aber auch nicht zuviel. Luxuriös und dezent. Und....da fällt KEINE aus der Reihe. Positive Gleichschaltung sozusagen.....hashtag... gefällt mir.

Die ganz grossen Sehenswürdigkeiten sind jedoch -außer der Eremitage- außerhalb der Stadt....der Katharinenpalast mit Bernsteinzimmer und Park im Süden der Stadt und Schloss Peterhof...dem französischen Versailles nachempfunden im Westen. In Versailles war ich schon....Aber das Bernsteinzimmer! Das wär was!..... Wird es nicht, wie ich eine Stunde später nach Metro-, Bus- und Bahnfahrt vor einer gut 1km langen Schlange (und das ist ernsthaft nicht übertrieben) feststellen muss.

Wenn ich mich da rein Stellen verhungere ich....zwischen durch wird in der Schlange auch schon gerangelt und die Sicherheitskräfte haben so ihre Mühe. Da hält mir sicher keiner nen Platz frei, wenn ich da mal aufs Klo muss. Aber den Eintritt für den Katharinenpark habe ich ja schon bezahlt (150 Rubel). Dann eben nur der.....vielleicht ist ja später weniger los. Und der Park hat es in sich. Tolle Gärten, Blumenbeete, Sommerhäuser, verträumter Seen bei 26 Grad und keinem Wölkchen ....das schreit nach einem Eis.

Meine erste Mahlzeit heute....13 uhr. »Himbeereis zum Frühstück».....wer jetzt weiter singt ist definitiv keine 20 mehr :-P.

Zurück zum Palast gegen 16:30 Uhr. Die Schlange ist noch genauso lang...die Menschen noch genervter. Okay....Bernsteinzimmer. ....Das wars...bist eh nur ein Nachbau.

Dann zurück zum Bus...der übrigens in Russland auch auf Fingerzeig nochmal anhält, wenn man ihn gerade an der Haltestelle verpasst hat...auch mehrmals. Das soll mal einer in Köln oder Berlin versuchen.

Den Tag will ich mit einer Bootsfahrt auf der Neva ausklingen lassen. Ein Musst Have laut diverser Reiseführer und Blogs. Und das war es auch. Das Highlight des heutigen Tages Zunächst hatte ich die Fahrt um 18 Uhr knapp verpasst. Die nächste mit dem Schiff, dass ich wollte wäre erst 20 Uhr. Na gut, dann eben noch n Eis. (Natürlich habe ich zwischendurch auch was anderes gegessen und mich nicht nur von Eis ernährt....obwohl ..warum eigentlich nicht). Die späterer Flussfahrt bereue ich nicht. Denn...St. Petersburg im goldenen Abendlicht getränkt ist wunderschön und ich kann es nur empfehlen. Die Fahrt dauert 2 h und es gibt es und Getränke an Bord - natürlich kosten die extra. Insgesamt kostet die Tour zwar etwas mehr als das Touriplastikstuhlsammelboot aber das hier ist auch n Sekt dabei :-D. (Zum Vergleich...Plastikstuhlboot 500-600 Rubel - 1h. Dinnerfahrt 850 Rubel - 2h). Dinner war dann nochmal extra...sodass ich mit Getränken etwa 1400 Rubel (Essen und zwei Bier) bezahle. Etwas über meinem Budget... aber das wars wert.

Am Tisch lerne ich noch ein peruanisches Geschwisterpaar kennen. Er wohnt in Genf - Sie in Rom und sie besuchen seine Frau. Er hat bereits 17 Jahre in St. Petersburg gewohnt und ist jetzt viel für die UN in der gesamten Welt unterwegs. Dementsprechend haben wir einiges zu erzählen - Löhne in St. Petersburg, Seine Vergangenheit, Länder der Welt, Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg, Oktoberfest und meine Reise. Alles ist dabei und macht die Bootsfahrt auch noch mal ein wenig schöner. Ein toller Tagesabschluss.

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